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Landesförderung gibt´s nur, wenn 600 Qualitätsbetten gebaut werden
Beim neuen Projekt der Aufstiegshilfe samt Piste von Pontebba aufs Nassfeld/Pramollo, das insgesamt mit einem Investitionsaufwand von 80 bis 90 Mio. Euro beziffert wird, fallen auf Friaul 45 Mio. Euro und 6,16 Mio. auf das Land Kärnten.

LH Dörfler: Wintertourismusprojekt Nassfeld/Pontebba konkretisiert – Ja zu Gehaltserhöhung für Geringverdiener im Landesdienst


Der Ausbau des Skigebietes Pramollo/Nassfeld auf italienischer Seite war Thema der Regierungssitzung. Wie Landeshauptmann Gerhard Dörfler sagte, habe man eine Konkretisierung des Projektes einstimmig beschlossen. Das Land werde seine Zusage einer Förderung in Höhe von 6,16 Mio. Euro nur einlösen, wenn zum geplanten Liftprojekt auch 600 Betten in Pontebba realisiert werden. Dabei konnte man sich auf kategorisierte Betten einigen: 300 davon sollten im Dreistern-, 200 im Viersterne-Bereich liegen und 100 Betten müssten die Fünfstern-Qualitätsstufe erfüllen.

Wie Dörfler sagte, habe es entsprechende Gespräche mit dem Präsidenten von Friaul-Julisch Venetien, Renzo Tondo, gegeben. Auch Kärntner Beispiele von Skigebieten wurden im Hinblick auf ihre Wirtschaftlichkeit besprochen, wobei klar festgestellt wurde, dass Investitionen ohne qualitative Betten- bzw. Beherbergungskapazität nicht sinnvoll seien. Frühere Pläne seitens Pontebba, wonach alte Kasernen und Häuser als Infrastrukturgrundlage vorgelegt wurden, seien jedenfalls nicht ausreichend gewesen.

Beim neuen Projekt der Aufstiegshilfe samt Piste von Pontebba aufs Nassfeld/Pramollo, das insgesamt mit einem Investitionsaufwand von 80 bis 90 Mio. Euro beziffert wird, fallen auf Friaul 45 Mio. Euro und 6,16 Mio. auf das Land Kärnten. Hinzu kommen die Betreiber bzw. Investoren, die 1,5 Mio. Euro jährlich 20 Jahre lang refinanzieren müssten. Beim neuen Tourismusprojekt würde nur eine neue Piste mit einer Länge von 1,8 Kilometer enthalten sein, erklärte Dörfler. Man wolle eine gesunde Struktur unterstützen und sich nicht tollkühn in ein finanzielles Abenteuer stürzen, so Dörfler.

In dieser ersten Regierungssitzung des Jahres 2012 wurde zudem festgelegt, dass man bei den Gehaltsverhandlungen im Landesdienst das Ziel einer Anpassung der geringen Einkommen verfolge, so Dörfler: "Eine Nulllohnrunde wäre die Höchststrafe für Menschen mit geringen Einkommen." Konkret verwies der Landeshauptmann auf die Bediensteten in den Bereichen Gesundheit, Handwerklicher Dienst und Straßen.


Rückfragehinweis: Büro LH Dörfler
Redaktion: Brunner/Böhm

 
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