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Neues Finanzierungsmodell für Dialyseversorgung bringt Erleichterung für Patienten

Finanzierung der Dialyseversorgung durch Gesundheitsfonds und Sozialversicherung sowie verstärkte Förderung der Heimdialyse beschlossen

Ab dem kommenden Jahr wird ein gemeinsames Finanzierungsmodell zwischen Kärntner Gesundheitsfonds und Sozialversicherungsträger die in den Dialyse-Instituten erbrachten Hämodialysen finanzieren. Das wurde in der Sitzung der Kärntner Gesundheitsplattform im Dezember beschlossen. Der Finanzierungstopf wird dabei zu 77 Prozent vom Kärntner Gesundheitsfonds und zu 23 Prozent von den Sozialversicherungsträgern gespeist, gibt der Vorsitzende der Gesundheitsplattform, Finanzlandesrat Harald Dobernig bekannt.

„Endlich konnte die starre Struktur des Kärntner Krankenanstaltenplanes, die einer wohnortnahen Dialyseversorgung eher hinderlich war, in gemeinsamen Verhandlungen mit der Gebietskrankenkasse und Gesundheitsreferent LHStv. Peter Kaiser relativiert werden. Damit können Überlastungen in Stadtgebieten zugunsten einer wohnortnahen Versorgung im ländlichen Raum ohne Rücksichtnahme auf eine extra- oder intramurale Behandlung abgebaut werden“, erklärt Dobernig. Besonderer Dank gebühre dem Obmann der Selbsthilfegruppe der Dialysepatienten, Gernot Waste, dessen großes Engagement und ständiger Einsatz nun von Erfolg gekrönt werden.

Auch ein weiterer von der KABEG gemeinsam mit dem Vorsitzenden entwickelter Antrag konnte von der Gesundheitsplattform beschlossen werden: Um die in Kärnten eher geringe Frequenz der Heimdialysen zu forcieren, werden im Klinikum Klagenfurt und im Krankenhaus Villach künftig Schulungsplätze für diese Art der Dialyseversorgung angeboten. „Damit sollen die Dialysezentren mittelfristig entlastet und Krankenhaustransporte reduziert werden. Zugleich soll ein dem Bedarf und dem internationalen Standard entsprechender optimaler Behandlungsstand sichergestellt werden“, betont Dobernig. Die Kosten für diese Maßnahmen betragen rund 190.000 Euro jährlich und werden in den nächsten zwei Jahren vom Kärntner Gesundheitsfonds aufgebracht.


Rückfragehinweis: Büro LR Dobernig
Redaktion: Aichbichler/Böhm

 
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