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Weitere Stärkung von Forschung und Entwicklung

LH Dörfler und LR Dobernig: 25-Punkte-Programm soll am Montag in Landesregierung beschlossen werden

Kärnten hat bei Forschung, Technologie und Innovation eine überaus kraftvolle Entwicklung zu verzeichnen: Die Forschungsquote hat sich seit 1998 mehr als verdoppelt. Das berichteten Landeshauptmann Gerhard Dörfler und Technologiereferent LR Harald Dobernig bei einer Pressekonferenz zum Thema "Umsetzung FTI-Strategie Kärnten 2020" im Spiegelsaal der Landesregierung in Klagenfurt. Um weiter optimale Rahmenbedingungen sicherzustellen, hätten zwei Arbeitsgruppen um den Wirtschaftsförderungsfonds (KWF), Industriellenvereinigung (IV) und Finanzabteilung des Landes ein 25 Punkte umfassendes Strategiekonzept verfasst, das in der Regierungssitzung am kommenden Montag beschlossen werden soll, so Dobernig.

"Im Jahr 2008 wurde die Strategie 'Kärnten 2020 - Zukunft durch Innovation' erarbeitet und im April 2009 von der Kärntner Landesregierung beschlossen. Darin hat sich Kärnten das Ziel gesetzt, attraktive Rahmenbedingungen für Forschung, Technologieentwicklung und Innovation zu schaffen. Heute ist Kärnten im Alpen-Adria-Raum Forschungsstandort Nummer eins", sagte der Landeshauptmann und verwies auf wichtige künftige Ziele und Maßnahmen. So werde es beispielsweise eine Konzentration auf drei FTI-Standorte (Zentralraum Klagenfurt/Villach/St.Veit) geben. Dörfler berichtete außerdem von vielen Projekten im Bereich Infrastruktur, die dazu beigetragen haben, dass sich Kärnten erfolgreich entwickelt. "Wir haben die zweite Röhre Katschberg- und Tauerntunnel gebaut, für den zweispurigen Karawankentunnel arbeiten wir intensiv mit Slowenien zusammen."

Auch das Thema Bildung werde in Kärnten sehr ernst genommen. "Laut Bundesministerin Claudia Schmied ist Kärnten die Bildungsregion Nummer eins, wir haben eine gute Entwicklung in allen Bereichen", berichtete Dörfler. Der Landeshauptmann kündigte an, dass die Umsetzung einer internationalen Schule in Villach geplant sei und ein internationaler Kindergarten von Infineon mit Unterstützung der Stadt Villach sowie des Landes Kärnten entstehen soll. Weiters sei die Sonnenstadt St. Veit ein internationales Vorzeigeprojekt, an dem Italien und Slowenien sehr interessiert seien. "Kärntens Erfolgsfaktor ist die Offenheit, die uns in Brüssel bei unserer intensiven Arbeit am Projekt 'Baltisch-Adriatische Achse' und auch bei unseren nachbarschaftlichen Beziehungen mit Slowenien sehr geholfen hat", so der Landeshauptmann.

Dobernig berichtete, dass nun nach 2009 mit der Beschlussfassung über 25 Maßnahmen bei der Regierungssitzung am kommenden Montag ein weiterer wichtiger Schritt gesetzt werde. Viele Maßnahmen würden mit dem KWF und der Industriellenvereinigung entwickelt, um eine gemeinsame Strategie für das Industrieland Kärnten zu bauen. "Dank zahlreicher Innovationen und Forschungsleistungen der Kärntner Unternehmen und Forschungseinrichtungen – speziell im außeruniversitären Bereich – konnten wir uns mit einer Forschungs- und Entwicklungsquote von 2,4 Prozent österreichweit auf Platz drei setzen", sagte Dobernig.

Um in Kärnten optimale Rahmenbedingungen für Innovation sicherzustellen müssten entsprechende Förderstrategien und der weiteren Ausbau der Bildungs- und Forschungsinfrastruktur gelingen. Durch spezielle Maßnahmen soll die Strategie im Bereich Forschung, Technologie und Innovation weiter gestärkt werden. "Die Rahmenbedingungen beziehen sich vor allem auf Förderungsstrategien, innovative Forschungsinfrastrukturen und optimal ineinandergreifende Kombinationen akademischer Kapazitäten und Angebote sowie betriebliche Nachfrage", berichtete der Technologiereferent. Konkret soll die Zahl der innovierenden und Forschung & Entwicklung betreibenden Unternehmen deutlich erhöht, die Etablierung von Forschungszentren forciert und die Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft vertieft werden.

"Das Thema FTI ist ein Synonym für die Zukunft des Wirtschaftslandes Kärnten", betonte Claudia Mischensky, Geschäftsführerin der Industriellenvereinigung. Die Wettbewerbsfähigkeit hänge davon ab, was im Forschungs- und Entwicklungsbereich gelinge. "Kärnten ist hier auf einem sehr guten Weg", so Mischensky.

KWF-Vorstand Hans Schönegger sagte, dass Kärnten ein breites und gut angelegtes Konzept habe. Auf Bundesebene habe es den gleichen Entwicklungsprozess gegeben, nur sei man in Kärnten schneller fertig gewesen. "Ausbildung, Forschung und Entwicklung sowie Produktion gehören zusammen", meinte Schönegger, der auch bekräftigte, dass die Konzentration auf drei Standorte wichtig und richtig sei.

Fünf strategische Entwicklungsrichtungen für die Planung von Umsetzungsmaßnahmen gibt es für das kommende Jahr. Die Konzentration in den Bereichen Bildung, Raumordnung, Technologieparks etc., die Positionierung Kärntens als international attraktiven Standort, die Schaffung einer unternehmerischen Basis und die Konzentration auf Stärkefelder, die Stärkung von Bildung sowie die Entwicklung innovativer FTI-Förderungen.


Rückfragehinweis: Büros LH Dörfler, LR Dobernig
Redaktion: Ulli Sternig
Fotohinweis: LPD/Daniel Raunig

 
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