VIB Österreich: Stellungnahme des Flüchtlingsreferates zum Asylwerberheim auf der Saualm

Klagenfurt (OTS/LPD) - Anlässlich angeblicher schwerer Vorwürfe
hinsichtlich der Betreuung und Verpflegung von Asylwerbern in der
Betreuungseinrichtung auf der Saualm stellt der zuständige
Flüchtlingsbeauftragte des Landes Kärnten, Gernot Steiner, klar,
dass die behördliche Prüfung durch die Bezirkshauptmannschaft
Völkermarkt keinerlei Unzulänglichkeiten im Asylwerberheim auf der
Saualm festgestellt habe.

Von der Bezirkshauptmannschaft wurde ein eigenes Prüfteam, das
u.a. aus einem Bautechniker, einem Hygieniker und einem
Gesundheitsexperten besteht, installiert, welches das Asylwerberheim
wöchentlich kontrolliert. Im Zuge jeder dieser Kontrollen wird ein
Prüfbericht seitens der Bezirkshauptmannschaft Völkermarkt erstellt,
der in der Vergangenheit keinerlei Missstände aufgezeigt hat.

Zum Vorwurf, den Asylwerbern würde der Besuch eines Arztes
verwehrt bleiben, stellt Steiner klar, dass seitens des
Flüchtlingsreferates speziell für die auf der Saualm wohnhaften
Asylwerber eine eigene Transportlogistik ausgearbeitet wurde.
Demnach steht den Asylwerbern der Dienst eines Taxiunternehmens zur
Verfügung, der die Asylwerber täglich zum Arzt in den nächsten Ort
fährt. Dabei obliege es den Asylwerbern, dieses Angebot zu nutzen.
Wenn nun ein allfälliger Vertretungsarzt Asylwerber ohne e-card oder
generell nicht behandeln will, dann liege das nicht in der
Verantwortung des Flüchtlingsreferates. Steiner weist auch die
Vorwürfe zurück, dass Asylwerbern Medikamente vorenthalten würden.
"Die Medikamente werden aus Sicherheitsgründen und zur Wahrung der
Kühlung in einem Kühlschrank aufbewahrt. Für die vom Arzt verordnete
Einnahme der Medikamente sind die Asylwerber selbst verantwortlich.
Eine Vorgabe der Medikation durch die Heimbetreiberin steht nicht in
ihrer Zuständigkeit", so Steiner, der darauf hinweist, dass die
Asylwerber jederzeit auf eigenen Wunsch hin das benötige Medikament
erhalten würden.

Darüber hinaus werden die Quartiernehmer seit Ende des Ramadans
von einem eigens beauftragten Cateringunternehmen mit Essen
versorgt, wobei den Asylwerbern die Auswahl aus mehreren Speisen im
Rahmen des Tagesmenüs angeboten wird. Steiner schließt zudem aus,
dass ein Asylwerber am Beten gehindert worden wäre. "Die Religion
eines jeden Asylwerbers wird entsprechend respektiert. Während des
Ramadans wurden auch die Essenszeiten angepasst, sodass die
Asylweber unmittelbar nach Sonnenuntergang und morgens wieder vor
Sonnenaufgang ihr Essen bekamen", führt Steiner aus.

Hinsichtlich der Teilnahme der Asylwerber am Fest des Friedens
schließt Steiner aus, dass die Betreiberin den Asylwerbern eine
Teilnahme am Fest verweigert hätte. "Es stand den Asylwerbern
vollkommen offen, das Fest zu besuchen", so der
Flüchtlingsbeauftragte des Landes Kärnten.
(Schluss)

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